Praxis für psychologische Beratung,
Coaching, Supervision, Familien- und Erziehungsberatung,
Legasthenietraining, Lerncoaching
und tiergestützte Intervention
IN DEN SELBSTREGULATIONSWORKSHOPS BEI T.U.N, LERNEN DIE KINDER SKILLS KENNEN, WIE SIE IHRE EMOTIONEN, VERHALTENSWEISEN UND GEDANKEN WAHRNEHMEN UND STEUERN KÖNNEN.
Sie lernen, sich selbst zu motivieren, Misserfolge auszuhalten und sich auf das eigene "ich" sowie auf eigene Lernziele zu fokussieren.
Diese Fähigkeiten sind entscheidend für das Wohlergehen, die Entfaltungsmöglichkeiten und den Lernerfolg.
Im Mittelpunkt des Workshops steht immer die zielgerichtete und absichtsvolle Steuerung, und Förderung von:
Wahrnehmung
Aufmerksamkeit
Konzentrationsfähigkeit
Motorik
Impulskontrolle
Verhalten
Kommunikation
Angemessene Handlungsfähigkeit
Entspannung
Stressbewältigung
Selbstwahrnehmung
DIE NÄCHSTEN TERMINE FÜR KINDER VON 6 - 8
JAHREN
Was: Selbstregulation/ 2 EH zu je 1,5 Stunden
Termin: 01.05. und 02.05.2026
Tag: Freitag und Samstag
Uhrzeit: Freitag: 09:30 - 11:00 Uhr
Samstag: 13:00 - 14:30 Uhr
DIE NÄCHSTEN TERMINE FÜR KINDER VON 8 - 10 JAHREN
Was: Selbstregulation/ 2 EH zu je 1,5 Stunden
Termin: 01.05. und 02.05.2026
Tag: Freitag und Samstag
Uhrzeit: Freitag: 13:00 - 14:30 Uhr
Samstag: 15:30 - 17:00 Uhr
DIE NÄCHSTEN TERMINE FÜR KINDER VON 10 - 12 JAHREN
Was: Selbstregulation/ 2 EH zu je 1,5 Stunden
Termin: 01.05. und 09.05.2026
Tag: Freitag und Samstag
Uhrzeit: Freitag: 15:30 - 17:00 Uhr
Samstag: 13:30 - 15:00 Uhr
ACHTUNG!
Die angebotenen Workshops zum Thema Selbstregulation dienen, aus den unten genannten Gründen, primär dem Kind als "Schnupperhilfe" (vor einer längerfristigen Begleitung) oder sind als hilfreiche "Mini- Interventionen" gedacht!
Für eine nachhaltige, gesunde Entwicklung des Kindes, ist eine längerfristige Begleitung nötig.
WAS VERSTEHT MAN UNTER SELBSTREGULATION BEI KINDERN?
Selbstregulation bezeichnet die Fähigkeit von Kindern, eigene Emotionen, Gedanken und Verhaltensweisen zu steuern und angemessen auf unterschiedliche Situationen zu reagieren. Diese Fähigkeit ist eng verknüpft mit der kognitiven Entwicklung und den exekutiven Funktionen eines Kindes, was entscheidend für die Selbstkontrolle und Anpassungsfähigkeit in verschiedenen Lebensphasen ist.
DEFINITION UND GRUNDLAGEN DER SELBSTREGULATION
Die Selbstregulation umfasst mehrere Schlüsselkomponenten: Selbstbeobachtung, Selbstbewertung und Metakognition. Diese Faktoren helfen Kindern, ihre Handlungen zu reflektieren und bei Bedarf anzupassen, was eine kontinuierliche Entwicklung ihrer Selbstkontrollfähigkeiten fördert.
DIE ROLLE DES GEHIRNS DER SELBSTREGULATION
Das Gehirn spielt eine zentrale Rolle in der Selbstregulation. Exekutive Funktionen wie Arbeitsgedächtnis, Inhibition und kognitive Flexibilität sind wesentlich für die Selbstkontrolle und entwickeln sich erst allmählich. Unterstützendes elterliches Verhalten ist dabei entscheidend, um die neuronale und psychosoziale Entwicklung der Kinder zu fördern.
WILLKOMMEN IN DER REALITÄT!
Welche Eltern wünschen sich das nicht. Ein Kind, das ausgeglichen, höflich, selbstreflektiert und bitte immer emotional stabil ist – am besten schon mit drei Jahren.
Nur: So funktioniert kindliche Entwicklung leider nicht. Und zum Glück! Denn starke Gefühle gehören zum Großwerden dazu – sie sind keine Fehlfunktion, sondern ein ganz normaler Bestandteil der Reifung.
"KANNST DU DICH BITTE BERUHIGEN?" – Warum das selten klappt
Viele Eltern denken, dass Kinder sich durch Ermahnungen wie „Jetzt beruhig dich!“ oder Tipps wie „Zähl bis zehn“ schnell wieder beruhigen können. Das wäre zwar schön, funktioniert aber meist nicht so einfach. Kinder brauchen zunächst Unterstützung von einer ruhigen und einfühlsamen Bezugsperson. Erst wenn sie immer wieder erleben, dass sie mit starken Gefühlen nicht alleine sind, lernen sie mit der Zeit, ihre Gefühle selbst zu regulieren.
"IST DAS NOCH NORMAL?" – Was in bestimmten Phasen dazugehört
-
Trotzphase (Autonomiephase): Zwischen 2 und 4 Jahren sind Gefühlsausbrüche an der Tagesordnung. Das Kind testet seine Grenzen – und entdeckt die eigenen Emotionen. Ja, das nervt. Aber es ist wichtig.
-
Grundschulalter: Hier lernen Kinder langsam, Gefühle zu benennen und ein bisschen Abstand zu ihnen zu gewinnen. „Ich bin wütend“ ersetzt das frühere Kreischen – manchmal zumindest.
-
Pubertät: Hallo, Hormonchaos. Selbstregulation ist in dieser Phase oft wieder stark herausgefordert – auch, weil das Gehirn nochmal umgebaut wird. Geduld ist hier kein Luxus, sondern Pflicht.
WANN WIRD ES PROBLEMATISCH?
Natürlich gibt es auch Verläufe, bei denen eine emotionale Regulation dauerhaft schwerfällt – trotz guter Rahmenbedingungen. Das kann ein Hinweis auf:
-
eine Impulsstörung,
-
AD(H)S,
-
eine frühkindliche Traumatisierung oder
-
autistische Verarbeitungsmuster sein.
Auch familiäre Belastungen, hoher Stress, Trennungen oder dauerhafte Überforderung im Alltag können Regulation erschweren. Das zu erkennen, braucht oft Zeit – und ehrliche Gespräche.
"ÜBRIGENS"- Manches kann man schon im Kindergarten beobachten!
Es lohnt sich, genau hinzusehen, wenn Kinder:
-
sehr häufig „ausrasten“ und nicht mehr runterkommen,
-
sich gar nicht mehr beruhigen lassen (auch nicht von engen Bezugspersonen),
-
übermäßig ängstlich oder aggressiv reagieren,
-
starke körperliche Reaktionen auf Emotionen zeigen (Übelkeit, Atemnot, Erstarren),
-
keine Impulse bremsen können (z. B. sofort schlagen, schreien, weglaufen),
-
oder dauerhaft sozial auffallen (ständig in Konflikten, Rückzug, Ausschluss).
Dann ist es sinnvoll, frühzeitig Unterstützung zu holen – nicht aus Sorge um das „gute Benehmen“, sondern um das seelische Wohl des Kindes.
FAZIT:
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – und das ist auch gut so.
Gefühle gehören zum Leben. Und Kinder, die ihre Gefühle laut zeigen, sind nicht „schwierig“, sondern in ihrer Entwicklung. Sie brauchen keine sofortige Korrektur, sondern ein sicheres Gegenüber, das sie begleitet. Und manchmal eben auch therapeutische Unterstützung, die nicht nur das Kind, sondern das ganze System im Blick hat.
Also ja: Ein ausgeglichenes Kind ist ein schöner Wunsch. Aber ein Kind, das Gefühle zeigen darf und daran wachsen kann – das ist viel wertvoller.
"KANN MAN DAS WEGTHERAPIEREN?" – Nein. Aber man kann daran wachsen.
Ein häufiger Wunsch: Ein paar Sitzungen, ein paar Tipps – und das Kind „funktioniert“ wieder. Aber Selbstregulation ist ein Reifungsprozess, keine App.
Die Systemische Begleitung bei T.U.N, schaut nicht nur auf das Kind, sondern auch auf:
-
familiäre Interaktionen,
-
Eltern-Kind-Dynamiken,
-
Alltagsstrukturen, Belastungen, Ressourcen,
-
und das soziale Umfeld wie Schule oder Kindergarten.
Ich kann Impulse geben, entlasten, Muster sichtbar machen – aber sie ist kein „Schnell-Entspannungsprogramm für auffällige Kinder“. Es geht um nachhaltige Entwicklung, nicht um Anpassung auf Knopfdruck!
Die Fähigkeit zur Selbstregulation ist maßgeblich für die psychische und physische Gesundheit von Kindern und setzt ein umfangreiches Elternengagement sowie erzieherische Unterstützung voraus. Ein positiver und nachweislich effektiver Ansatz hierbei ist der autoritative Erziehungsstil, welcher durch ein hohes Maß an Zuwendung gekennzeichnet ist, aber gleichzeitig klare Regeln und Verantwortlichkeiten vermittelt.
Erziehungsstile und ihr Einfluss auf die Selbstregulation
Studien zeigen, dass Kinder, die in einem Umfeld mit autoritativem Erziehungsstil aufwachsen, besser in der Lage sind, ihre Emotionen und Verhaltensweisen zu steuern. Dieser Erziehungsstil fördert die Selbstständigkeit und erleichtert es Kindern, soziale Kompetenzen und die Fähigkeit zur Selbstreflexion zu entwickeln.
Praktische Tipps für den Alltag
Einflussreiche Strategien zur Förderung der Selbstregulation in der Familie und in Bildungseinrichtungen beinhalten konsequente, aber gerechte Disziplin, die Förderung von Unabhängigkeit sowie regelmäßiges Feedback über das Verhalten des Kindes. Dies schafft eine sichere Umgebung, in der sich Kinder entfalten und Selbstregulation lernen können.